Was Himmel und Hölle auf dieser Tour bedeuten könnten: steile Auf- und Abstiege, himmlische, höllische und sonstige (Kult)stätten oder auf rauen Wegen zu den Sternen, das erkundeten sieben tapfere Wandersleute des Schwarzwaldvereins Schiltach und Schenkenzell am 1. Mai bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen. 
Nach der Anreise mit dem Zug nach Gengenbach ging es zur Parkanlage Schneckenmatt, von dort entlang der historischen Stadtmauer und mit einigen Treppenstufen hoch zur Jakobuskapelle, einer Station des Jakobusweges nach Spanien, mit herrlicher Rundumsicht und Blick bis Strasbourg.
Von hier aus führt der Weg bergauf zur Teufelskanzel, einem Aussichtspunkt, an dem der Teufel der Legende nach Abdrücke seiner Pferdefüße hinterlassen hat. Vorbei am Satteleck gelangte man zum Katzenstein mit Aussicht auf Nordrach. Anschließend stieg man auf zum Hochkopf, mit 615m dem höchsten Punkt der Wanderung. Die anschließende Mittagspause und Vesper bei der Hochkopfhütte hatte man sich redlich verdient. Nach weiterem munteren Auf- und noch mehr Ab erreichte man das Naturdenkmal Heidenstein, ein Ort, an dem keltische Priester im 5. Jahrhundert v. Chr. rituelle Handlungen durchführten. Nach dem Durchqueren des Engelsgrabens konnte man immer wieder die Aussicht ins Tal und Gengenbach genießen, bevor wir zum Abtsberg und zur Portiunkula-Kapelle gelangten, einem spirituellen Ort der Franziskanischen Gemeinschaft. Mit dem Abstieg durch den Rebberg kehrte man zurück an den Ausgangspunkt und in die Gengenbacher Altstadt, die immer wieder begeistert. Nach der Besichtigung des Kräutergartens und der Klosterkirche wartete ein Winzergarten mit badischen Speisen und Getränken, wo man die Tour nach 17,5 km und 675 hm mit einer Einkehr und angenehmem geselligen Beisammensein würdig beenden konnte. Die Gruppe bedankte sich bei den Wanderführern Gerlinde und Michael Götz für die gute Vorbereitung sowie Begleitung dieser interessanten und abwechslungsreichen Tour. So konnte man gestärkt und beschwingt die Rückfahrt antreten und sich auf die nächste Wanderung freuen.

