Rückblicke 2020

Das Interesse ist dabei jedes Jahr so groß, dass nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. 6 Betreuer/-innen des SWVs um die Organisatorin Daniela Wöhrle standen dabei der Bäuerin und einem Helfer zur Seite, sodass die 12 Schiltacher Kinder in kleinen Gruppen sehr praxisnah durch den Alltag auf dem Bauernhof geführt wurden. Der über 300 Jahre alte Bauernhof der Familie Moosmann wird seit vielen Generationen noch weitgehend naturnah und nachhaltig geführt. Weitab einer Massentierhaltung werden die Tiere noch wie in früheren Zeiten artgerecht gehalten. Der liebevoll geführte Hof besitzt keine großen Herden, sondern vielmehr eine große Artenvielfalt, die gerade für Kinder von einem besonderen Interesse ist. Schon bei der Ankunft begrüßte der Hofhund Bobbi die Kinder mit einem Bellen und ließ anschließend die Streicheleinheiten der Kinder sichtlich wohl über sich ergehen. Die Bäuerin hatte mit der Fütterung der Tiere bereits gewartet und so warteten die Tiere schon ungeduldig auf ihr Futter. Es dauerte dann fast bis Mittag, bis alle Tiere (Kühe, Schweine, Hasen Hühner, Ziegen, Schafe, Fische und Pferde) ihre Ration bekamen. Für die Kinder war es dann ein besonderes Erlebnis, noch wie vor hundert Jahren von Hand zu melken. Das war keineswegs so einfach, wie es aussieht. Die Bäuerin nahm sich den ganzen Tag viel Zeit, den Kindern die Eigenarten und Lebensweisen der Tiere näher zu bringen. Die Kinder dankten es mit einer großen Begeisterung, was nicht gerade sehr leise zuging. Einige Hühner ließen sich bereitwillig auf den Arm nehmen und streicheln. Ein gerade gelegtes Ei war noch ganz warm. Die 2 Schweine zeigten ebenfalls keine Scheu, liefen auf der Weide hautnah an den Kindern vorbei und forderten dabei einen alten Apfel oder eine Kartoffel ein.

Füttern macht hungrig und so stellte sich auch bei den Kindern der Hunger ein. Ein Betreuer des SWVs hatte zwischenzeitlich bereits den Grill angefeuert und auf selbstgeschnitzten Stecken schmeckten die gegrillten Bratwürste in Wecken und gebackenes Stockbrot besonders gut. Auch Getränke standen reichlich zur Verfügung. Nach dem Essen wurde noch in einem traditionellen Butterfass frische Butter geschlagen, von der jedes Kind ein Päckchen mit nach Hause nehmen durfte.

Als Nächstes stand ein Wissensspiel auf dem Programm. Auf einem Fragebogen konnten die Kinder das Erlernte unter Beweis stellen und Prämienpunkte sammeln.

So verging der Nachmittag wie im Flug. Auf den Wiesen konnte man zwischendurch noch herumtollen und auch die Schaukel wurde ständig in Beschlag genommen. Bevor die Zeit zum Aufbruch kam, war noch das letzte Highlight angesagt: das Reiten auf einem Pferd. Während die Bäuerin ein Pferd aufsattelte, marschierten die Kinder zum benachbarten Hof, wo jedes Kind voller Stolz hoch zu Ross einmal reiten durfte.

Es war sicherlich ein interessanter und ereignisreicher Tag und einige wären auch liebend gerne länger geblieben. Die Zeit drängte jedoch zum Aufbruch, denn die Eltern erwarteten ihre Kinder bereits in Schiltach.

Bilderserie 

2.9.2020
Karl-Heinz Koch