Rückblicke 2020


Wegen der Großbaustelle am Ruhestein wurde der Startpunkt der Tour am Gasthof Kernhof verlegt, der auf eine erstaunliche Familienchronik zurück bis zum 30-jährigen Krieg blicken kann. Von hier führte der Weg zunächst talwärts bis zum Geotop Ruhesteinloch und dann wieder schweißtreibend bergan in Richtung Ruhestein. Ein großer Stein verweist auf die Achernquelle, die selbst kaum auszumachen ist. Der nun folgende überwiegend ebene Wegabschnitt im Nationalpark Schwarzwald durch schattenspendenden Mischwald gab den Wanderern Gelegenheit zur Unterhaltung und immer wieder konnten Blicke durch lichte Waldabschnitte auf die gegenüberliegende Hangseite mit dem Mummelsee und die Hornisgrinde, dem höchsten Berg im nördlichen Schwarzwald, erhascht werden. Am Gasthaus Bosenstein wurde eine Vesperpause eingelegt. Wegen der Corona Pandemie war zwar der Gastbetrieb eingestellt, aber auf Baumstämmen vor dem Haus schmeckte die Vesper aus dem Rucksack auch gut. Gestärkt ging es nun an Wiesen-Hochflächen vorbei mit Blick bis zum Mooskopf und Schliffkopf und dann auf einem abfallenden Waldweg, dessen Steine und Wurzeln Konzentration forderte. So erreichten die Wanderer ein Highlight der Tour, den „Brennte Schrofen“- der brennende schroffe Fels. Von der Aussichtskanzel dort überblickt man das mittlere Achertal mit Ottenhöfen und seiner Bergumrahmung sowie auch den Karlsruher Grat in der Nähe. Weiter hinten erschloss sich den staunenden Wanderern die Rheinebene bis in die Ferne zum strahlendblauen Himmel. Die neu erbaute Schutzhütte nutze die Gruppe für eine weitere Rast, bevor ein Hangweg zur „Almpfadhüttle“ mit einer kleinen Schutzhütte und einer Hofkapelle führte. Auch dieser Abschnitt bot immer wieder fantastische Blicke auf die Hornisgrinde. Nun trennte sich die Gruppe: während ein Teil sich für den kurzen Weg direkt zum Ausgangspunkt am Kernhof entschied, wählte die anderen Wanderer noch einen Umweg auf einem schmalen Pfad durch ein urwüchsiges Waldgelände mit schon mystischer Atmosphäre zum Scherzenfelsen. Der ungesicherte Fels bietet nur Wenigen Platz und erfordert Aufmerksamkeit. Dafür hat man vom Kopf des Scherzenfelsen einen fantastischen Blick auf das obere Achertal mit seiner Bergumrahmung und eine weitreichende Aussicht über Teile des Seebachtales und den Grimmerswald.
Jetzt war es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt, wo sich die beiden Gruppen trafen und nach einem Gedankenaustausch die Heimfahrt antraten.
Auf der Gartenterrasse eines Gasthofes ließ die Gruppe diese schöne Wanderung ausklingen.

Bildergalerie

10.8.2020
Karl-Heinz Koch